Ministerpräsident Laschet: So ein Kinofest wie in Lünen gibt es in NRW nicht noch einmal

Prominente Gäste und ein beeindruckender Film - am Mittwochabend (13.11.) startete das 30. Kinofest Lünen mit viel Glanz in der Cineworld. Und vom Ministerpräsidenten gab es reichlich Lob.

Staus kennen auch bei Ministerpräsidenten kein Pardon. Armin Laschet kam eine halbe Stunde später als geplant im Rathaus an, um sich ins Goldene Buch einzutragen. Zu der Zeit herrschte in der Cineworld schon die bekannte drangvolle Enge zwischen Buffet, Theke und Lounge.

Im Kinosaal dann gab es ein dickes Lob des Landesvaters für das Lüner Festival: „Das ist ein Kinofest, das es in dieser Form nirgendwo in NRW gibt. Dass Ehrenamtliche Sponsoren finden und dann Menschen aus dem Ruhrgebiet und dem Münsterland anziehen, ist was Besonderes.“
Gerade in der heutigen Zeit sei es wichtig, dass Filmkunst in Kinos hochgehalten werde. „Entscheidend ist, dass wir hier alle sitzen und 90 Minuten gemeinsam einen Film sehen, nicht auf dem Handy SMS schreiben, sondern gemeinsam Emotionen erleben“, so Laschet.

Eröffnungsfilm des Kinofestes Lünen kommt jetzt in die Kinos

Er sei ein großer Filmfreund. „Zuletzt war ich im Film über Tony Kroos und in ,Der Junge muss an die frische Luft`. Wenn man mich jetzt nach dem letzten Film fragt, den ich gesehen habe, werde ich sagen ,Sterne über uns`.“ Der Eröffnungsfilm des Kinofestes kommt am Donnerstag (14.11.) in die Kinos. Regisseurin Christina Ebelt stellte ihn mit einem Teil des Teams in Lünen vor.
Laschet machte den Gästen mit seiner Rede Appetit auf die nächsten Kinofesttage: „Wir haben hier ,Sterne über uns`, einen Film, der sich mit dem ernsten Thema Wohnungsnot beschäftigt, außerdem ,Systemsprenger`, der viel diskutiert wird, und die Weltpremiere des neuen Münster-Tatorts.“
Wie Laschet sagte auch Petra Müller, Geschäftsführerin der Film- und Medienstiftung NRW, dem Kinofest weiter ihre Unterstützung zu: „Wir bleiben an Ihrer Seite, Sie können sich unserer Unterstützung sicher sein.“
Das Publikum des Kinofests Lünen sei mit seinem Engagement, seiner Offenheit und Begeisterung auch sehr kostbar: „Hier ist der Test auch für viele Filme, die wir gefördert haben.“

Kleine-Frauns: Filmfestfieber hat die Region infiziert

Bürgermeister Jürgen Kleine-Frauns sprach vom Filmfestfieber, das die ganze Region infiziert habe: „Es ist hochansteckend, macht aber glücklich.“ Der Besuch des Ministerpräsidenten sei ein „Ritterschlag für Lünen“. Und er zitierte Denver-Clan-Biest Joan Collins, die gesagt haben soll: „Mit 30 Jahren legt man die Grundlagen dafür, sich für die folgenden 50 Jahre zu wappnen.“ In diesem Sinne hoffe er, dass die Anwesenheit von Laschet und Müller ein Zeichen sei, dass Düsseldorf „auch in den nächsten 50 Jahren an unserer Seite ist.“
Der Dank für die große Unterstützung ging von allen Rednern an die zahlreichen Förderer und Sponsoren, aber auch ans Kinofest-Team um Mike Wiedemann und Sven Ilgner. Wie wichtig Filme für das Leben und Handeln von Menschen sein können, unterstrich Dr. Anke Höwing, Vorsitzendes des Kinofest-Komitees: „Das Kinofest spürt dieses Potenzial seit 30 Jahren auf, gibt Filmemachern Aufmerksamkeit, eine Bühne und Preise.“ Sie freue sich „auf die nächsten Jahre und Jahrzehnte“ des Lüner Kinofestes.

3600 Schüler besuchen „Kinofest plus“

Grund zur Freude hatten auch Mike Wiedemann und Hubert Tenberge, Vorsitzender von Pro Lünen, dem Veranstalter des Festivals. Und das bereits eine Woche zuvor. Denn gab es schon 2018 mit 2900 Besuchern der Schülervorstellungen einen Rekord, so wird dieser jetzt noch überflügelt. 3600 Schüler aus dem Kreis Unna sind beim „Kinofest plus“ noch bis Freitag vormittags zu Gast in der Cineworld. Gerade den jungen Leuten zu zeigen, wie Film funktioniert, sei ein großes Anliegen des Kinofestes, so Tenberge.
Er begrüßte im Publikum auch Michael Schmid-Ospach, den langjährigen Chef der Filmstiftung, der vor 15 Jahren Pro Lünen Mike Wiedemann als Kinofest-Leiter vorgeschlagen hatte.



Quelle: Ruhr Nachrichten / Fotos: Günter Blaszczyk