Die Mehrarbeit gut bewältigt


Drei Monate hat sich der Baubeginn beim Kino verzögert. Ein altes Fundament musste aus dem Boden geholt werden. Der Plan steht: Eröffnung im letzten Quartal

Die Arbeiten am neuen Kino auf dem ehemaligen Zechengelände des Bergwerks West schreiten munter und zügig voran. Intern, so erklärt der künftige Kinobetreiber Meinolf Thies, gebe es zwar schon einen fixen Termin zu Eröffnung. Öffentlich wolle er ihn aber nicht nennen. Auf jeden Fall bleibe es bei der bisherigen Planung: „Viertes Quartal des Jahres.“

„Das ist schlimm, aber eine normale Entwicklung“

Gebranntes Kind scheut das Feuer: Schließlich gab es ja jüngst eine unerwartete Verzögerung: „Mit allem Zipp und Zapp etwa drei Monate“, erklärt Projektentwickler Thomas Krüger. Grund war in diesem Fall keine Weltkriegsbombe, sondern ein riesiges Fundament, das „da so nicht zu erwarten war“. Warum das nicht gerade kleine Gebäude, das da gestanden haben muss, niemand auf dem Schirm hatte? Versteht Krüger auch nicht. Meinolf Thies tröstet sich: „Aufzeichnungen hatten vor 70 Jahren eben eine andere Qualität als heute. Das ist schlimm, aber eine normale Entwicklung.“ Und verweist auf die entschieden längeren Verzögerungsschleifen bei BER und Stuttgart 21. „Am Ende machen wir einen grünen Haken dran und freuen uns.“

Wie auch immer, das alles musste abgetragen, aufgefüllt und neu verdichtet werden. „Da ist es gut, wenn man mit regionalen Handwerkern zusammen arbeitet wie wir es tun. Die identifizieren sich dann eher mit dem Projekt.“ Und so sei es in den kalten Monaten vorgekommen, dass auf dem Rest des Bergwerksgeländes nicht gearbeitet wurde, aber am Kino. Und jetzt werde um so mehr Vollgas gegeben. „Auch samstags wird jetzt häufig gearbeitet“, verrät Thomas Krüger. 3,50 Meter hoch sei das Mauerwerk inzwischen schon. Wieviel teurer die Verzögerung den Neubau macht, wollte Thies nicht sagen: „Aber wir knicken deshalb nicht ein.“

Der Projektentwickler war am Dienstag in Baunatal, um sich ein ähnliches Kino anzusehen, wie es in Kamp-Lintfort geplant ist: „Ein lebensgroßes Modell sozusagen.“ Vor allem technische Details beim Innenausbau seien für ihn dabei interessant, sagte Krüger der NRZ.

Ein Richtfest für die „Hall of Fame“, wie das Kino mit sieben Sälen nahe des EK 3 heißen soll, ist nicht geplant, heißt es.

Ein Knaller zur Eröffnung

Gleichwohl verriet Thies, dass er und seine Frau anlässlich einer Kinomesse in Baden-Baden schon mal bei einem Verleiher vorgefühlt hätte, „damit wir dann mit einem schönen Knaller öffnen können“. Für Kamp-Lintfort werde er sicher nicht den neuesten Star Wars als Preview ergattern können, ist sich Thies klar. Aber einen Film eine Woche eher als andere zeigen zu können, sollte wohl drin sein. „Das hängt natürlich vom endgültigen Termin ab – und davon, ob wir nicht noch einen Bunker finden“, scherzt Meinolf Thies.


Quelle: NRZ / Foto: Kino Kamp-Lintfort GmbH



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