Tesches neuer Wupperfilm begeistert


Rund 600 Zuschauer sahen die beiden exklusiven Vorführungen im Kino „Das Lumen“.

Die Ansage war beachtlich: „Noch bessere Bilder und noch mehr Erlebnis.“ Das hatte Naturfilmer Sigurd Tesche den Fans seines ersten Wupper-Films versprochen – und natürlich auch denen, die sich erstmals seine Bilder ansahen. „Alle, die den ersten Film vor acht Jahren gesehen haben, werden sich fragen, ob ein ,Noch besser’ überhaupt geht“, beschrieb Stefan M. Kob die atemberaubende Qualität der ersten Fassung. Der Verlagsleiter und Chefredakteur des  Solinger Tageblatts moderierte die zwei exklusiven Vorführungen mit jeweils rund 300 Zuschauern im ausverkauften Kino „Das Lumen“. Was dann unter dem Titel „Die wilde Wupper“ eine Stunde lang zu sehen war, übertraf tatsächlich das bisher gekannte.

Äschen beim Ablaichen jenseits der Strömung, Grasfrösche, die bei der Paarung im seichten Uferwasser leise quaken, gelbschwarze Salamander, die sich vorsichtig über den moosigen Waldboden bewegen – all das und viel mehr ist eingefangen worden. Während das Wasser über Steine und Äste gluckert, stürzen sich auf der Jagd nach Beute Eisvögel hungrig-entschlossen in den Fluss. Es sind erneut beeindruckende Aufnahmen gelungen, die sich gleich vor unserer Haustür abspielen. Der Bergische Amazonas, wie ihn Tesche einst nannte – ein Wunder der heimischen Natur.

In Zeitlupenaufnahmen, Kameraperspektiven aus dem Wasser heraus, oder in Einstellungen aus der Vogelperspektive wurden Szenen und Momente eingefangen. Auf der Reise von der Quelle im Oberbergischen bis zur Rheinmündung tauchte das Kino-Publikum auch unter Wasser, um die bemerkenswerte Vielfalt an Flora und Fauna näher kennenzulernen.

Die Zuschauer erlebten alle vier Jahreszeiten. Zeitrafferaufnahmen zeigten sich öffnende Blüten, wachsende Pilze oder größer werdende Eiskristalle im Winter, unterlegt mit der passenden Musik.

Tesches Team, zu dem auch seine Tochter Natali Tesche-Ricciardi gehört, ist es gelungen, hinter die filmische Liebeserklärung, die er der Wupper bereits mit seiner ersten Film-Version gemacht hat, ein nachdrückliches Ausrufezeichen zu setzen. Mystische Stimmungen von Morgennebeln in verwunschen anmutenden Flussbiegungen oder Wiesen voller Frühlingsblumen am Ufer schufen Stimmungen und zeigten unerwartet intensiv die Schönheit dieses Stroms.

Der Erlös von 3000 Euro geht an die „Kette der helfenden Hände“

Auch die düsterere, typisch-bergische Regenstimmung setzt die Filmcrew bewusst ein und amüsierte das Publikum mit Tieraufnahmen. Da scheinen Fuchswelpen hinter einem Baum Verstecken zu spielen und Blässrallen lassen ihren Nachwuchs auf ihrem Rückengefieder reiten.

Tesche, der seinen Film vorab kommentierte, kehrte zu seinem Fluss zurück, weil eine Anfrage des amerikanischen Marktes erforderte, den „alten“ Wupperfilm von 46 auf 50 Minuten zu verlängern. Der gebürtige Solinger und heutige Wahl-Leichlinger nutzt die stark verbesserten technischen Möglichkeiten, die sich heute bieten. Anstelle gewichtiger Stative kamen diesmal beispielsweise leichte Digicopter zum Einsatz, erklärte er. Kleine handliche Kameras standen statt schwerer „Klötze“ zur Verfügung. Für Sigurd Tesche war es ein Herzensanliegen, die Exklusivvorführungen in Kooperation mit dem ST und dem „Lumen“ anzubieten: Der Erlös geht an die „Kette der helfenden Hände“. Mit der Wohltätigkeitsaktion unterstützt das ST unverschuldet in Not geratene Menschen. 3000 Euro kamen so zusammen. Wann der Film im TV zu sehen ist, steht noch nicht fest.

Quelle: Solinger Tageblatt / Foto: Andreas Horn



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