Investitionslücke muss geschlossen werden

Das Kino im Central Park


Wir haben lange auf Neuigkeiten gewartet, jetzt gibt es sie: Das Kino in Kamp-Lintfort soll im 3. Quartal 2018 eröffnet werden. Allerdings fehlen noch Investoren.

Im Juni 2015 wurde im Stadtrat bekannt, dass Thomas Berger in Kamp-Lintfort ein Kino auf dem 5.000 qm Grundstück zwischen Ring- und Moerser Straße, am Kreisverkehr des EK3, errichten möchte. Die Stadt erteilte daraufhin die Baugenehmigung in Rekordzeit. Und dann sah und hörte man erstmal nichts.

Erst Ende letzten Jahres ließ der Investor die Öffentlichkeit wieder an den Planungen teilhaben und verkündete, dass die Bauarbeiten im 1. Quartal 2017 beginnen sollten. Die technischen Voraussetzungen wurden geschaffen, das Statikproblem gelöst und eine Kino Kamp-Lintfort GmbH gegründet. Doch nun sind Investoren abgesprungen. "Zur Zeit sind 75 % des Projektes finanziert", erklärt Thomas Berger auf der heutigen Pressekonferenz, warum die Bauarbeiten noch nicht begonnen haben. Gemeinsam mit Thomas Krüger und Rainer Claessen, die bereits als Investoren und Projektentwickler an Themen wie der Mediathek und dem Magazingebäude beteiligt waren, steht er nun vor der Aufgabe, das Kino als lohnendes, renditestarkes Investment darzustellen. Gewünscht: "Ein bis zwei große Investoren", wie Thomas Krüger anmerkt. Sollten die 1,5 Millionen durch mehrere kleinteilige Investitionssummen gestemmt werden, habe man aber auch nichts dagegen. Es müsse halt händelbar bleiben. Neben Thomas Berger gibt es derzeit vier weitere Investoren. Zwei aus Kamp-Lintfort, zwei aus Neukirchen-Vluyn, mehr wird nicht bekannt gegeben.

Ein gutes Argument für potenzielle Geldgeber bieten Thomas Berger die neuen Kinobetreiber: Nachdem Marianne Riech "aus unerklärlichen Gründen einen Rückzieher machte", konnten mit Anja und Meinolf Thies, Inhaber der Consulthies GmbH, "gestandene Kinomenschen" gewonnen werden. So sei gewährleistet, dass das Kino über Jahre hinweg professionell betrieben werde.

Ihre Pläne für den Standort Kamp-Lintfort versprechen "ein Kino mit Wow-Effekt": Geboten werden soll ein Mehrfunktionskino (Multiplex), das "gegen die anderen Kinos aus der Umgebung locker ankommen kann." Das Kino soll über rund 900 Sitze verfügen. Von den sieben geplanten Sälen wird der größte ca. 257 und der kleinste ca. 96 Kinosessel bieten. Über die zweite Etage sind drei der Säle auch von oben begehbar. Dies erachte man besonders für andersweitige Veranstaltungen, mit oder ohne Filmbezug, für sinnvoll.

"Wir setzen auf Komfort statt auf Gigantismus", erläutert Anja Thies, "Leute jeder Generation sollen sich bei uns wohl und sicher fühlen." Das Betreiberehepaar selbst bringt knapp 2 Millionen Euro mit, um sich um die Einrichtung zu kümmern. Themen wie Dolby Atmos oder D-Box-Sitze, die sich passend zur Action auf der Leinwand bewegen, werden noch diskutiert.

Das Programm soll auf die Besucher zugeschnitten werden. Heißt: Neben Blockbustern werden auch kleinere Produktionen gezeigt - die Besucherzahl entscheidet letztendlich, welche Richtung beibehalten wird. Ca. 30 Mitarbeiter, an deren Spitze ein Theaterleiter und ein Betriebsleiter stehen, werden für den laufenden Betrieb benötigt.

Damit sich das "Kino im Central Park", so der Arbeitstitel, trägt, braucht es um die 180.000 zahlenden Gäste. Meinolf Thies ist allerdings zuversichtlich, dass man über 200.000 Jahresbesucher anlockt. "Hier ist Bedarf an Kinoleinwand. Wir sind selbstbewusst genug, um zu behaupten: Wir holen auch Leute aus Duisburg, Moers und Umgebung hier her."
Der Zeitplan sieht Folgendes vor: In den kommenden drei Monaten müssen Investoren gefunden werden. Die Bauzeit selbst werde zwölf Monate nicht überschreiten. Nach der WM 2018 soll Eröffnung gefeiert werden. Und wenn keine Investoren gefunden werden? "Ich verstehe die Frage nicht", antwortet Thomas Berger. "Mit dem Projekt kann man rechnen!"

Quelle: Stadt-Panorama



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