Lüner Filmemacher stellt neuen Horrorfilm vor


Fiese Gestalten, düstere Kulissen, gruselige Szenen - mit „RIP bis zum Morgengrauen“ präsentierte der Lüner Ralf Möllenhoff 1996 seinen ersten Film. 20 Jahre später gibt es beim Lüner Kinofest nun Film Nummer sechs zu sehen: den Horror-Streifen "Allan Grey". Wir haben mit Ralf Möllenhoff über seine Leidenschaft gesprochen.

„Tatsächlich haben alle meine Filme beim Kinofest ihre Premiere gehabt“, erzählt der 46-jährige Lüner, der hauptberuflich für die Projektion im Lüner Kino Cineworld verantwortlich ist.

Deshalb wird die Premierenfeier beim Kinofest auch eine kurze Unterbrechung seiner Arbeit sein. Denn das Kinofest bedeutet für das ganze Cineworld-Team immer viel Arbeit. Da kann sich Ralf Möllenhoff nicht ausklinken. Aber diese Situation kennt der Autor und Regisseur schon von den letzten Premieren.

Horrorfilm spielt in verfluchtem Dorf

„Allan Grey“ heißt sein neuestes Werk, eine Geschichte über das Dorf Dunstbach, das verflucht scheint. Ein Vampir treibt dort sein Unwesen. Als er die Tochter des Schlossherrn heimsucht, bittet er Allan Grey, den anerkannten Gelehrten des Übernatürlichen um Hilfe.

Knapp 20 Darsteller waren bei dem Projekt dabei. Möllenhoff: „Mit den Dreharbeiten haben wir vor zwei Jahren angefangen. Letztes Jahr wurde ausschließlich gedreht, in diesem Jahr habe ich mich um die Postproduktion gekümmert.“ Der komplette Ton des Films ist „angelegt“, es gibt keine Original-Töne in der fertigen Fassung. So nahm Möllenhoff beispielsweise die Kirchenglocken von St. Marien auf, die nun im Film erklingen. „Schritte auf verschiedenem Untergrund habe ich alle im Kino aufgenommen, weil hier die Akustik sehr gut ist.“ Da ist er auch Max Biela, dem Theaterleiter der Cineworld, für die Unterstützung sehr dankbar.

Denn Tonaufnahmen konnte er auch in einem Kinosaal machen. Hier sprachen Lothar Baltrusch, Moderator von „Antenne Unna“ und oft schon Darsteller bei Möllenhoff, und Jürgen Larys, Schauspieler und Vorsitzender des Theater-Fördervereins, zwei Parts von Schauspielern.

Möllenhoff schlüpfte selbst in die Rolle des Schlossherrn

Baltrusch sollte eigentlich auch wieder mitspielen. „Es gab aber Terminprobleme, weil er für eine caritative Aktion in den USA war.“ Mit Larys hat Möllenhoff noch weitere Pläne. „Wir sind für ein neues Filmprojekt im Gespräch.“ Da sollen Larys und seine Schauspielkollegin Susanne Hocke auch mitspielen. Und es wird was in Richtung Science Fiction.

Apropos Spielen – weil Baltrusch nicht dabei war, schlüpfte Regisseur Möllenhoff selbst in die Rolle des Schlossherrn. „Zum Glück war die Rolle nicht groß. Es war nämlich nicht so einfach, gleichzeitig Schauspieler und Regisseur zu sein.“

Gezeigt wird der Film voraussichtlich am Freitag, 11. November, um 22 Uhr in der Cineworld. Der Vorverkauf fürs Kinofest startet am Donnerstag, 27. Oktober, um 12 Uhr.


Quelle: RuhrNachrichten



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