Nach Fotostreit: Osnabrücks OB kauft und spendet Bild


Der Bilderstreit zwischen OB Wolfgang Griesert und Fotograf Sören Münzer hat ein gutes Ende gefunden. Das umstrittene Foto wurde jetzt versteigert. Der Geldbetrag geht an die Frühgeborenen-Intensivstation des Klinikums.

Die Aufnahme zeigt den Markt mit Marienkirche und Bürgerhäusern aus der Perspektive des Rathauses. Das künstlerisch bearbeitete Bild bekam Griesert nach eigenen Worten Mitte Juni via Mail zugeschickt. Von wem, wisse er nicht mehr. „Mir gefiel es, weil es für mich wegen der Kreisbewegung die Diskussion um die Kooperation zwischen Stadt und Landkreis symbolisierte.“ Umgehend postete Griesert deshalb das Bild vor zwei Monaten auf seiner Facebookseite.

Anzeige zurückgezogen

Das gefiel dem Urheber der Aufnahme, dem Fotografen Sören Münzer, überhaupt nicht. Er reichte umgehend eine Anzeige bei der Polizei ein, weil Griesert das Kunsturheberrecht verletzt habe. Der Oberbürgermeister traf sich kurz darauf mit Münzer. Er fragte den Fotografen, wie viele Bilder er schon verkauft habe. Noch gar keins, gab der Künstler ihm zur Antwort. „Da habe ich ihm angeboten, das Bild zu kaufen“, erzählte Griesert am Rande der Auktion am Freitagabend. Und: „Herr Münzer hat am selben Tag seine Anzeige zurückgezogen.“

Über den Kaufpreis habe man beiderseitiges Stillschweigen vereinbart, so Griesert. Einig war man sich auch, dass das Bild zugunsten eines Projektes für Kinder versteigert werden sollte. „Ich habe deshalb das Foto der OMT geschenkt“, sagte Griesert. Mehr aus Osnabrück

Startpreis von 50 Euro

Anlässlich des von ihm und der OMT (Osnabrücker Marketing und Tourismus GmbH) veranstalteten Unternehmensforum „Hörensagen“ ließ man nun das Foto versteigern. Mit einem Startpreis von 50 Euro eröffnete Behelfsauktionator Christian Schäfer die Versteigerung.

Kurz ins Stocken gerieten die Bieter beim Preis von 1111 Euro. Hier erinnerte Burkhard Rodeck als Ärztlicher Direktor des Christlichen Kinderhospitals erneut an die Hilfe, die man den Frühgeborenen auf der Intensivstation zukommen lassen könne. Nochmals begann der Wettbewerb, bis Schäfer bei 1500 Euro den Zuschlag an Anja Thies erteilte.

Ein Stück Osnabrück an der Wand

Die Geschäftsführende Gesellschafterin der Filmpassage freute sich nach eigenen Worten gleich doppelt über den Erwerb der Fotografie. „Erstens kann ich sinnvoll die Frühgeborenen unterstützen und zweitens habe ich jetzt in meinem Essener Büro ein Stück Osnabrück an der Wand.“


Quelle: NOZ



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