„The Boy“ erst ab 16 Jahren

Osnabrücker Filmpassage lässt keine Kinder in Horrorfilm 


Den Schutz von minderjährigen Zuschauern nimmt die Betreiberin der Osnabrücker Filmpassage Anja Thies ernst. So verschärfte die Geschäftsführung die FSK-Regelung für den Horror-Film „The Boy“. 

Am Montag postete Thies auf der Facebook-Seite des Kinos, dass in der Filmpassage erst 16-Jährige den Horror-Film sehen dürfen. Von der Freiwilligen Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (FSK) wurde der Film bereits ab zwölf Jahren freigegeben. Das bedeutet, dass auch schon sechsjährige Kinder in Begleitung eines Elternteils sich den Film anschauen dürfen.

Die FSK entscheidet in Prüfverfahren, für welche der fünf Altersklassen (ab 0, 6, 12, 16 und 18 Jahren) ein Film freigegeben werden kann. Ziel der Altersfreigabe ist, dass das körperliche, geistige und seelische Wohl von Minderjährigen nicht beeinträchtigt wird, beispielsweise durch stark gewalttätige Szenen.

Freigabe unangemessen

Weil sie die Freigabe des Films „The Boy“ ab zwölf Jahren für unangemessen halte, gewähre man in der Filmpassage den Zutritt erst ab 16 Jahren, schreibt Thies. Ihre Entscheidung begründet die Betreiberin damit, dass sie es weder für verantwortlich noch für vernünftig halte, Kindern ab zwölf Jahren oder im Extremfall sogar Kindern ab sechs Jahren, zu einem spannungsintensiven und atmosphärisch unheimlichen, psychologischen Horror-Thriller Zutritt zu gewähren.

Positive Reaktionen im Netz

Die Filmpassage hat bereits in der Vergangenheit FSK-Regelungen verschärft. So durften den Film „Ted 2“, der im vergangenen Jahr lief, Kinder und Jugendliche zwischen zwölf und 15 Jahren nur in Begleitung ihrer Eltern sehen.

Regulär war der Film von der FSK ab zwölf Jahren freigegeben. Grund für die Entscheidung der Geschäftsführung war damals, dass Eltern den Film möglicherweise unterschätzen könnten. So raucht der auf den ersten Blick süß wirkende Plüschbär beispielsweise im Film Marihuana.

Die Reaktionen auf die aktuelle Entscheidung der Filmpassage waren im Netz überaus positiv. Eine Nutzerin lobte die Entscheidung als „sehr verantwortungsvollen Umgang mit dem Jugendschutz“, eine andere bezeichnet sie als „sehr vernünftige Regelung“.


Quelle: NOZ



Zurück zu Pressemitteilungen

Partner


LUMEN Solingen
LUMEN Düren
Filmpassage Osnabrück
Filmpassage Mülheim
Cineworld Lünen
Filmpassage Salzgitter
checkinevent
ECCO