Star Wars: 800 Fans stehen Schlange in Düren


Was ist nur aus dem Universum geworden? Früher zitterten die Bewohner ganzer Galaxien vor dem dunklen Lord aus der Science-Fiction-Sage „Krieg der Sterne“, heute gibt es kuschelige Bettwäsche mit Bildern des Bösewichts, der letztlich das tief in seinem Herzen verborgene Gute wiederentdeckt.

Darth Vader nahm es gelassen, während er das Treiben vor dem Popcorn-Automaten im Blick hatte. „Mein Konterfei ziert Apfelsinen in der Obstabteilung des Supermarkts“, sagte Vader, der eigentlich David Hillemacher heißt. „Das ist das Marketing“, bilanzierte der 30-Jährige, der in einem aufwendigen Kostüm, steckte. Ein Schulterzucken. Gegen diese Macht könne auch ein dunkler Lord nicht ankämpfen.

Donnerstag lief der neue „Star Wars“-Film in den deutschen Kinos an, wer in Düren zu den ersten Zuschauern gehören wollte, machte sich am späten Mittwochabend auf den Weg zum Filmtheater „Das Lumen“, wo es eine Mitternachtsvorstellung gab. Auf diesen Tag hatten David Hillemacher aus Düren und sein Kumpel Thorsten Kapell, der als eine Kopie des Kopfgeldjägers Boba Fett unterwegs war, lange gewartet. Sie waren nicht die einzigen, die die Chance ergriffen, „Das Erwachen der Macht“ so früh wie möglich zu sehen. Etwa 800 Fans der Filmreihe blieben auf, bis die Macht erwachte. Nicht alle hatten einen eigenen Kostümfundus wie David Hillemacher zur Hand.

Sozusagen Fans der ersten Stunde sind die Brüder Georg und Dirk Gottschlich. „Als Kind habe ich 1978 den ersten Film im Kino gesehen. Das war ein Quantensprung“, blickte Dirk Gottschlich zurück. Das „Star Wars“-Universum ließ beide nicht mehr los. Mit ihren Familien kamen die Brüder am Mittwoch von Erkelenz nach Düren. Was den Reiz der Filme ausmacht, die seit Generationen immer wieder neu Menschen faszinieren? „Niemand weiß, was kommt. ‚Star Wars‘ steht für das Unverhoffte“, sagt Dirk Gottschlich. „Star Wars“, das wurde im Gespräch mit Fans schnell klar, erfindet sich offenbar stets neu – und steht dennoch für eine Konstante in der Science-Fiction-Welt.

„‚Star Wars‘ ist für mich ein Kindheitsgefühl“, brachte David Lambert aus Düren ein bei Fans vermutlich äußerst bekanntes Gefühl auf den Punkt. Die Geschichte des Kampfes zwischen heller Seite und dunkler Seite und damit die Frage, was ein Mensch aus seinem Lebend macht, die Musik, die Spezialeffekte: Bei „Star Wars“ werde ein komplexes und stimmiges Bild gezeichnet. Der 18-Jährige, der Harrison Ford Konkurrenz machte und als Han Solo kostümiert war, ist überzeugt, dass die Geschichte von „Star Wars“ noch lange nicht zu Ende erzählt ist.

Eine Einschätzung, die Dennie Ueck aus Hoven teilt. Auch er hatte lange auf diesen Abend gewartet. „Ich wollte immer schon auf eine Premiere“, sagte der 22-Jährige, der als Jedi-Ritter unterwegs war. „Heute kann ich das doch tragen“, sagte er. „Mein Freund ist ein Freak“, kommentierte Jasmin Betz augenzwinkernd das Erscheinungsbild des 22-Jährigen.

Zu Ehren des Films hatte sie sich eine Frisur verpasst, die sonst Prinzessin Leia zugeschrieben wird: Haarschnecken. Es wird nicht der letzte „Star Wars“-Abend des Pärchens im Kino gewesen sein. „Der Film war gut. Richtig gut. Von einem enttäuschenden Bösewicht einmal abgesehen“, zog Dennie Ueck nach der Premiere eine Bilanz. Die nächsten Tickets hat er schon gekauft, für Freitag


Quelle: Dürener Nachrichten



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