Kinder müssen draußen bleiben: Kino aus Lünen warnt Eltern vor dem Film „Ted 2“


Wer soll den Kinofilm „Ted 2“ sehen dürfen? Das Kino Cineworld in Lünen hat Eltern jetzt ausdrücklich gewarnt: Unter-12-Jährige dürfen gar nicht rein. Und auch für Jugendliche zwischen 12 und 16 Jahren gibt es eine Empfehlung.

Die Cineworld Lünen hält die Einschätzung der Freiwilligen Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (FSK) für falsch. War der erste Teil mit dem rauchenden und trinkenden Teddy namens "Ted" noch ab 16 Jahren freigegeben, ist die Grenze für Teil zwei auf 12 Jahre gesunken.

Ein Fehler, so Lutz Nennmann, Geschäftsführer und Inhaber der Cineworld in Lünen und selbst Vater von zwei Jungs im betroffenen Alter. "Dieser zweite Teil ist inhaltlich absolut vergleichbar", sagt er. Es werde gesoffen und gekifft und es gehe immer nur um das eine Thema: Sex. Das sei definitiv nichts für Kinder. Der Film sei gut und witzig, aber für Erwachsene.
Die Teddy-Figur des Films vermittle da zunächst einen völlig anderen Eindruck. „Die Leute sehen den Teddy und stellen sich dann einen ganz anderen Film vor.“
Deshalb hat Nennmann zwei Dinge getan

Seine Gründe hat Nennmann in einem Facebook-Post erläutert:

Liebe Gäste,

die FSK (Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft) hat dem Film „Ted 2“ eine Freigabe „ab 12 Jahre“ erteilt. In Begleitung der Eltern haben nach den geltenden FSK-Regelungen auch Kinder ab 6 Jahre zu diesem Film Zutritt. Wir halten die FSK-Freigabe für unangemessen! Deshalb empfehlen wir Eltern darauf hinzuwirken, dass sich Ihre Kinder im Alter zwischen 12 und 15 Jahren den Film NICHT ansehen. Kindern unter 12 Jahre werden wir im Rahmen unseres Hausrechts keinen Zutritt zu „Ted 2“ gewähren und führen bei Bedarf Alterskontrollen durch.

Wir hoffen auf Ihr Verständnis und Ihre Unterstützung.
Geschäftsführung & Theaterleitung

Mit diesen Sätzen habe er 45.000 Menschen erreicht, so Nennmann. Die Reaktion: keinerlei Ärger bisher, ganz im Gegenteil. Innerhalb kürzester Zeit hatte die Cineworld mehr als 700 Likes.
Auch durch Reaktionen von Kinobesuchern fühlt sich die Kinoleitung bestätigt: Die hätten sich verwundert gezeigt über die Freigabe ab 12 Jahren. 

Auch andere Kinos haben reagiert

Nennmann stört sich auch an der Regelung, dass Kinder in Begleitung ihrer Eltern noch früher die Filme schauen dürfen. Dieser Punkt sei „überholungsbedürftig“. Dennoch schätzt Nennmann: „Das Kino ist immer noch der Ort, an dem der Jugendschutz am besten funktioniert.“
Dass ein Kinobetreiber für "Ted 2" die FSK-Regelung eigenmächtig verschärft, ist kein Einzelfall. Auch andernorts dürfen Unter-12-Jährige nicht rein - auch nicht mit Eltern. Ein Beispiel: die Filmpassage in Osnabrück.

Abstimmung:
Kinder dürfen "Ted 2" nicht sehen - ist diese Entscheidung okay?

Ergebnis Gesamt 111 Stimmen
81,08 % Ja. Der Kino-Betreiber ist Fachmann und kann beurteilen, ob ein Film geeignet ist für Unter-12-Jährige.
16,22 % Nein. Die Verantwortung liegt bei den Eltern. Ein Verbot ist zu hart.
2,70 % Dazu habe ich keine Meinung.


Quelle: Ruhr Nachrichten



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