Das i-Tüpfelchen sind 33 Sitze, die sich bewegen


„Das Lumen“ hat nach vierwöchiger Renovierung wieder geöffnet. Die Betreiber investieren 1,5 Millionen Euro in Komfort, Ambiente und Technik.

Der Sitz vibriert, der Kinobesucher spürt jede Lenkbewegung des Autofahrers auf der Leinwand, wird leicht zur Seite gekippt oder bei einer Achterbahnfahrt ein wenig nach vorne – immer synchron zum Geschehen und zur Stimmung im gerade laufenden Film: Die neuen D-Box-Motion-Sitze sind das i-Tüpfelchen im komplett renovierten Dürener Kino, das am Donnerstag nach vierwöchiger Umbaupause erstmals wieder die Tore öffnete.
„Diese Hightech-Sitze aus Kanada gibt es nicht in Köln, nicht in Frankfurt und in München, lediglich noch in zwei weiteren Kinos in Deutschland“, erklärt „Lumen“-Geschäftsführer Meinolf Thies nicht ohne Stolz. Eines der beiden Kinos ist das in Solingen, das Thies wie das „Lumen“ mit seinem Partner Lutz Nennmann betreibt. Allerdings hat das vollkommen neuartige und ungewöhnliche Kinovergnügen auch seinen Preis. Wer den 5000 Euro teuren Spezialsitz, von dem die Betreiber 33 angeschafft haben, testen will, muss einen Aufpreis von sechs Euro bezahlen. „Der aber vollkommen gerechtfertigt ist und von echten Kino-Enthusiasten auch gerne gezahlt wird“, weiß Thies aus Solingen. Dort sind die sich bewegenden Sitze nicht selten als erste vergriffen. Sie werden erst mit dem Kauf der jeweiligen Karte aktiviert und von einem Spezialserver aus der Filmprojektion heraus gesteuert. Aber keine Angst: Es vibriert nicht während des kompletten Films. „Es sind immer nur Sequenzen, etwa 20 Prozent des Films“, erklärt Thies.
Rund 1,5 Millionen Euro haben die Betreiber in den vergangenen Wochen investiert, mehr als zwei Millionen sind es seit der Übernahme vor 18 Monaten damit insgesamt. An oberster Stelle stand dabei neben einer neuen Projektions- und Tontechnik der Wohlfühlfaktor. Eingangsbereich, Foyer und Gastronomie wurden komplett mit einem Hauch 70er Jahre Retroromantik neu gestaltet und bilden jetzt eine Einheit. „Wenn der Gast ins Kino kommt, soll er sofort ein gutes Gefühl haben“, erklärt Lutz Nennmann. Damit mehr Licht in das Foyer einfallen kann, wurden die Ticketkassen, die früher Eingang und Foyer getrennt haben, verlegt. Eine zusätzlich eingerichtete Lounge eröffnet die Chance, Spezialaktionen wie einen Kaffeeklatsch anzubieten.
Vor allem aber haben die Betreiber in die sieben Säle investiert. Alle sieben Kinos haben neue Ledersitze erhalten, im Bereich der Logen mit eigenen Holztischen. „Für das Mehr an Komfort haben wir rund 20 Prozent der Sitzplatzkapazität geopfert“, betont Thies. Auch die Teppiche sind zugunsten eines deutlich pflegeleichteren Bodens verschwunden.
Technik-Enthusiasten dürfte etwas anderes interessieren: Alle Säle haben einen achtkanaligen 7.1-Sound erhalten, ein vierter Saal wurde für die Präsentation von 3D-Filmen umgerüstet. „Das heißt nicht, dass wir in Zukunft mehr 3D-Filme zeigen wollen, sondern wir können flexibler reagieren“, betont Meinolf Thies. Und sein Kollege Lutz Nennmann ergänzt: Natürlich zeigen wir jeden Film auch in normaler Technik.“ Die bisherigen 3D-Anlagen wurden ausgetauscht. Statt der Einwegbrillen, die separat gekauft werden mussten, werden aktive Brillen ausgegeben, die nach jeder Vorstellung wieder eingesammelt und desinfizierend gereinigt werden. Letztlich wurden auch die Sanitärbereiche überarbeitet. „Wir sind nun Deutschlands erstes Kino, in dem die Wasserhähne gleichzeitig auch Händetrockner sind“, sagt Lutz Nennmann und schmunzelt.
Verbunden mit der Wiedereröffnung lockt „Das Lumen“ bis Sonntag mit einem Kennenlernpreis von fünf Euro. Die ansonsten üblichen Aufschläge entfallen, bis auf den Mehrpreis für die Bewegungssitze. Wer „X-Man“ oder „Godzilla“ auch spüren will, muss ein wenig tiefer in die Tasche greifen.


Quelle: Dürener Zeitung



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