Das neue Annakirmes-Gefühl im frisch renovierten Kino


„Das Lumen“ für rund 1,5 Millionen Euro umgebaut. Ein bisschen Retro-Design, Erlebnis-Sessel und ganz viel neue Technik

Wenn in der kommenden Woche der Kino-Kracher „Transformers“ startet, dürften sich technik-affine Cineasten besonders freuen: Die Betreiber des Dürener Kinos „Das Lumen“ haben die vierwöchige Umbaupause auch genutzt, um technisch aufzurüsten: neue 3D-Technik, neue Leinwände, durchgängig achtkanaliger 7.1-Sound und – als Krönung obendrauf – so genannte D-Box-Motion-Sitze.
Die haben es in sich und sorgen beim Dürener fürs bekannte Annakirmes-Gefühl. In zwei Reihen in zwei Sälen werden sich die Sessel – synchron zur Handlung, Stimmung und Situation des Films bewegen, besser: die Cineasten teils heftig durchschaukeln. „Vorsprung durch Technik“ könnte man das nennen. Und Dürens Kino-Betreiber sind darauf mächtig stolz. Meinolf Thies: „Das gibt es in weitem Umkreis nur in Düren. Nicht in Köln, München oder Hamburg.“ Nur den Kirmes-Vergleich scheuen die Kino-Betreiber Meinolf Thies und Lutz Nennmann: „Das ist keine Kirmes, sondern High-Tech.“ Die allerdings einen Zuschlag von sechs Euro kostet. Bei einen Stückpreis je Sessel von 5000 Euro allerdings kein Wunder. Rund 1,5 Millionen Euro haben Thies und Nennmann investiert und dabei auch das Ambiente komplett umgekrempelt. Es ist plüschiger geworden, sieht ein bisschen nach 70er Jahre Retro-Design aus. Lutz Nennmann: „Die Besucher sollen sich bei uns wohlfühlen. Es sollte nicht stylisch oder kühl wirken, sondern Aufenthaltsqualität haben.“
Das fängt schon beim Eingang an: Der Kassenblock ist verschwunden (Thies: „Das war wie an der Grenzkontrolle.“), alles ist luftiger, es gibt einen neuen Lounge-Bereich, der Tresen wurde komplett erneuert. Die Bestuhlung in allen Sälen wurde komplett erneuert. Das alte Mobiliar ist bequemen Ledersesseln gewichen. Nennmann und Thies bauen darauf, dass mit den umfangreichen Renovierungsmaßnahmen die bisherigen Besucherzahlen (rund 280000 im Jahr) nicht nur gehalten, sondern auch gesteigert werden können. Thies: „An diesem Standort geht mehr. Düren hat ein gutes Einzugsgebiet.“
Um dieses Einzugsgebiet voll auszuschöpfen, sollen Zielgruppen – von Familien bis zu Senioren – mit eigenen Aktionen angesprochen werden. Schon jetzt haben sich die Sneak-Preview oder die Lady‘s Night bewährt, ab Herbst soll ein „Kaffeeklatsch“ mit einem ausgewähltem Film plus Tortenbüfett folgen. Bis Sonntag gibt es noch eine ganz andere Aktion: verbilligten Eintritt, um das neue Angebot zu testen.


Quelle: Dürener Nachrichten
 



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