Kino der Zukunft kommt via Satellit


Filmpassage wurde umfassend renoviert und komplett neu bestuhlt. Ein Viertel weniger Plätze. Betreiber investieren in den Standort Mülheim ca. 1,5 Mio. Euro. Führungswechsel im Cinemaxx

Die laufende Fifa-WM ist "Kassengift" für die Kinos, findet Filmpassage-Geschäftsführerin Anja Thies. Spannende Neustarts gebe es derzeit kaum, Public Viewing im Saal erscheint ihr "aufgrund des Wetters unkalkulierbar". Also haben sie und ihr Ehemann Meinolf, mit dem sie den Chefsessel teilt, die flauen Fußballwochen genutzt, um das Kino im Forum umfassend zu renovieren.

So wurde jüngst die komplette Bestuhlung erneuert, drei Säle blieben vorübergehend geschlossen, einen Tag lang sogar das ganze Haus. Tische hat man in die Sitzreihen eingefügt, wodurch sich die Gesamtzahl der Plätze in der Filmpassage um ein Virtel verringerte: von rund 1600 auf nunmehr knapp 1200. Neu ist ebenfalls die Differenzierung zwischen Parkett und Loge, farblich wie auch preislich: Die Logenplätze kosten künftig einen Euro mehr.

Auch die Umgestaltung der Lounge, des Tresens oder des Raums für Kindergeburtstage gehörte zum Renovierungspaket. Bislang haben Anja und Meinolf Thies, die das Lichtspielhaus vergangenen Oktober übernahmen und vier weitere Kinos führen, nach eigener Aussage ca. 1,5 Millionen Euro in den Mülheimer Standort investiert. "Geplant hatten wir ursprünglich mit einer bis 1,2 Millionen." Ein unternehmerisches Risiko, das ist ihnen natürlich klar.

Des weiteren auf ihrer Agenda steht die Installierung einer Satellitenanlage, mit deren Hilfe beispielsweise Live-Events in den Kinosaal übertragen werden können. Ähnlich, wie beispielsweise im Cinemaxx Mülheim, wo bereits seit längerem internationale Opern-, Ballet- oder Konzertabende live laufen. Aber nicht nur für solchen "alternativen Content", sondern auch für das cineastische Kerngeschäft werde man bald eine Satellitenanlage brauchen, meint Anja Thies. Derzeit werden die aktuellen Filme noch auf Festplatten angeliefert und eingelegt. "In naher Zukunft werden alle Titel nur noch per Satellit aufgespielt werden."

Cinemaxx unter neuer Leitung

Neuigkeiten gibt es auch aus dem Cinemaxx Mülheim, sie betreffen die Führung des Großkinos im Rhein-Ruhr-Zentrum, das elf Säle mit insgesamt 3035 Plätzen umfasst. Hier hat sich zum 1. Juli die bisherige Theaterleiterin Alexandra Pahl auf ihre frühere Position als Theaterleiter-Assistentin zurück gezogen. Die 44-jährige war erst seit vergangenem Oktober Chefin im Haus. Die Führung des Filmpalastes obliegt zunächst für einen Monat kommissarisch Thorsten Leyrer. Zum 1. August wird dann Ulrich Staats die Leitung des Cinemaxx Mülheim übernehmen, der seit über 15 Jahren im Unternehmen tätig ist und seit langem als Assistens im Cinemaxx Essen arbeitet.


Quelle: WAZ



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