Kino multifunktional


Die Consulthies GmbH rollt den roten Teppich aus für Filmliebhaber, Manager und Partygäste

Gemütliche Sitzecken in den Lounges laden zum Verweilen ein. In den hochmodernen Kinosälen trifft sich das unterschiedlichste Publikum: Während sich im „relaxed-Saal“ noch die Kids auf den Sitzsäcken lümmeln und die Abenteuer von Bibi Blocksberg verfolgen, geht es nebenan bei der Tagung des Mittelstandsverbandes um ganz reale Wirtschaftsfakten. Das Kino der Zukunft ist nicht nur ein Treffpunkt für Filmliebhaber, sondern bietet Raum für unterschiedlichste Zielgruppen, davon sind Anja und Meinolf Thies überzeugt. Die beiden geschäftsführenden Gesellschafter der Essener Consulthies GmbH betreiben Kinos in Mülheim, Lünen, Solingen, Düren und Osnabrück. Zudem beraten sie bundesweit Dienstleistungs-, Medien- und Freizeitunternehmen.
„Wir machen Kino von Menschen für Menschen“, sagt Meinolf Thies, dem es wichtig ist, dass sich die Besucher rundum wohl fühlen. Freundliches Servicepersonal, modernste Technik, gemütliche Einrichtungen und innovative Konzepte sorgen für eine gute Auslastung der Kino-Betriebe. „Als mittelständisches Unternehmen sind wir nah dran am Kunden und können auf die lokalen Gegebenheiten schnell reagieren. Das geht sehr viel besser als bei den großen Kinoketten“, erklärt der 49jährige. Er muss es wissen: Hat er doch 1990 das allererste deutsche Multiplex-Kino der UCI in Hürth bei Köln eröffnet und geleitet. Nach gut zwei Jahren wechselte er zur heutigen Cinemaxx AG und war dort viele Jahre Mitglied der Geschäftsführung.

Gut durchdachte Konzepte
2003 wagte Meinolf Thies den Sprung in die Selbstständigkeit und gründete die Consulthies GmbH. Cinemaxx blieb er dennoch verbunden, denn die junge Firma übernahm einen Managementvertrag und leitete mehr als eine Dekade lang die beiden Multiplex-Kinos in Essen und Mülheim. Die Consulthies GmbH managte zeitweise auch Filmtheater in Solingen, Wuppertal und Herten. Ehefrau Anja, gelernte Industriekauffrau und Fachwirtin für Einkauf und Logistik, erwarb 2006 die Hälfte der Anteile des zunächst in Mülheim/Ruhr ansässigen Unternehmens und brachte ihre Kompetenz und vielfältigen branchenexternen Ideen in das Beratungs- und Managementunternehmen ein. Seit acht Jahren machen die beiden nun gemeinsam Kino aus Leidenschaft.
Mit romantischer Liebhaberei hat das Geschäft aber wenig zu tun. Rentabilität und Innovationen müssen stimmen. Bundesweit sorgten die Kinobetreiber für Aufsehen, da sie in vier ihrer Filmtheater die kommerzielle Leinwandwerbung abschafften. Auf Einnahmen verzichten – warum? „Ganz einfach“, sagt Meinolf Thies: „Wir sparen damit viel Zeit. Für das Publikum wird die Wartezeit auf das Filmvergnügen verkürzt, und wir zeigen dadurch pro Tag und Saal eine Vorstellung mehr.“ Zudem habe diese Entscheidung das Image beim Publikum gefördert.

Sitzsäcke statt Sessel
Aus Marketingsicht ist dem Ehepaar aus Essen im letzten Jahr ein noch größerer Coup gelungen. In ihrem Lichtspielhaus in Osnabrück wurde ein normaler Kinosaal umgerüstet und als allererster und einziger Kinosaal Deutschlands mit trendigen Sitzsäcken ausgestattet. „Ein Kinobesitzer aus Kasachstan hatte uns auf die Idee gebracht“, erzählt Anja Thies. Bei den Osnabrücker Kinofans kamen die Sitzsäcke sofort sehr gut an - nicht nur bei den jugendlichen Zuschauern. Seit März diesen Jahres können sich auch Besucher der Mülheimer Filmpassage im „relaxed-Saal“ in den knautschigen Sitzen lümmeln.
Anja und Meinolf Thies scheuen sich nicht vor hohen Investitionen, um ihre Filmtheater fit für die Zukunft zu halten. Die meisten Kinos, die sie ab 2003 übernommen haben, waren nach langjähriger Betriebslaufzeit renovierungsbedürftig. Also wurde die Bestuhlung erneuert, neue Technik eingebaut, ein neuer Teppich verlegt und Eingangs- und Gastronomiebereiche wurden auf den neuesten Stand gebracht. „Allein die digitale Technik, die in allen fünf Standorten installiert wurde, hat fünf Millionen Euro gekostet“, ergänzt Meinolf Thies. Modernste Computertechnik hat - wie fast überall - die ratternden Projektoren abgelöst. Die Zuschauer wissen die enorm verbesserte Bild- und Tonqualität zu schätzen.

Standortanalysen
Die Consulthies GmbH hat sich nicht nur auf die Führung und Leitung von Filmtheatern spezialisiert, sie berät auch Kinobetreiber sowie Vertreter der Branchen Medien, Freizeit und Dienstleistung. „Wir erstellen zum Beispiel Gutachten, ob man aus einem Baukörper ein rentables Kino machen kann“, erklärt Anja Thies. „Standortanalysen und Marktbeobachtungen sind ebenfalls ein wichtiges Aufgabenfeld.“ Auf die Expertise der Consulthies greifen auch Banken und Vertreter der Immobilienbranche, Gastronomie-, Merchandising- und Eventbetriebe sowie Firmen mit Affinität zur Freizeitbranche zurück. „Wir kennen die Bedürfnisse der Branche und können zum Beispiel auch Gebäudereinigungs- oder Securityfirmen hinsichtlich ihrer Leistungsverzeichnisse vor deren Erstbesuch beim potentiellen Neukunden beraten“.
Dass die beiden Kinokenner jeweils vor Übernahme ihrer eigenen fünf Betriebe die lokalen Märkte und die Gebäude auf Herz und Nieren geprüft haben, versteht sich von selbst. Durch die Modernisierungen der fünf Betriebe gepaart mit innovativen Ideen konnten die Besucherzahlen kontinuierlich gesteigert werden. Manche Filmfans fahren beispielsweise extra ins Bergische nach Solingen, um einen Film in den „D-Box-Motion-Seats“ zu erleben. Diese gibt es deutschlandweit nur in zwei Kinos. Abgestimmt auf die Filmszenen bewegen sich die Sitze, sodass man das Geschehen im Film auch szenisch passend fühlt.

Heiraten im Kino
Sehr beliebt bei den Besuchern ist auch der „de-luxe-Saal“ mit großzügigen Logen in der Filmpassage Osnabrück. Komfortable Ledersitze mit viel Beinfreiheit, Tischen zum Abstellen der Getränke und ein gewisser Abstand zu den Sitznachbarn bieten eine deutlich intimere Atmosphäre. Dieses Konzept hatte Consulthies beispielgebend bereits 2006 für das Essener Cinemaxx und im Jahr 2012 auch für das Cinemaxx Mülheim entwickelt. Mit dem Weggang der Kinomacher aus dem Ruhrgebiet blieb es dabei.
Nicht nur Cineasten mögen die an den fünf Standorten geschaffenen bequemen de-luxe-Säle. „Diese gut ausgestatteten Säle werden bevorzugt für Firmenevents, Kongresse oder Tagungen gebucht“, meint Anja Thies. Der 42jährigen schweben noch ganz andere Events vor, die man in einem Filmtheater durchführen könnte: Zum Beispiel Weihnachtsfeiern mit Sektempfang, passendem Film, Catering und Livemusik. Bei so genannten „Ladies Nights“ kommt dieser Mix schon länger sehr gut an. Special Events wie eine Modenschau sorgen für zusätzliche Abwechslung. Und auch für Geburtstagsfeiern oder Jubiläen eigne sich das Kino, findet Anja Thies – hier könnten die Gäste sogar selbst aufgenommene Filme auf die große Leinwand messerscharf projizieren lassen. „Interessierte Kunden sollen einfach mit Ihren Ideen und Anliegen auf uns zu kommen; uns sozusagen herausfordern“ sagt sie optimistisch.
Heiraten im Kino ist auch so eine Idee, die Anja Thies ihren Gästen ermöglichen möchte. Sie weiß, wie traumhaft das sein kann: Ihren Mann hat sie in 2006 im eigenen Kino in Lünen geheiratet; die Hochzeit wurde anschließend mit einem rauschenden Fest im Foyer gefeiert. „Wir haben unsere Hochzeit wie eine Oscar-Verleihung inszeniert und alle Gäste haben sich gefreut, dass sie die Zeremonie des Standesbeamten aufgrund der gestuften Sitzbereiche gut im Blick hatten.“
Interessante Idee. Der neu gestaltete Mülheimer Filmpalast mit seinem großzügigen Foyer wäre eine gute Location. Das Brautpaar könnte mit der Limousine direkt bis aufs oberste Parkdeck vorfahren und später allen erzählen: Ich habe im Kino mal die Hauptrolle gespielt.


Quelle: Revier Manager



Zurück zu Pressemitteilungen

Partner


LUMEN Solingen
LUMEN Düren
Filmpassage Osnabrück
Filmpassage Mülheim
Cineworld Lünen
Filmpassage Salzgitter
checkinevent
ECCO