Kinoerlebnis ist durch nichts zu toppen



CinemaxX Essen und Mülheim sind seit April komplett auf digitale Technik umgerüstet

3D-Filme im Kino erleben, ist für viele Normalität. Wie viel technische Finesse hinter den digitalen Filmen steckt, darüber machen sich die meisten kaum Gedanken. Und das ist auch gut so – schließlich sollen sie das Kinoerlebnis in vollen Zügen genießen. Bis vor Kurzem gab es in den CinemaxX Essen und Mülheim den sog. Hybridbetrieb – also je nach Ausstattungsstatus analoge und digitale Filmabspielung. „Seit Mitte April sind wir hüben wie drüben im digitalen Zeitalter angekommen“, freut sich Meinolf Thies, geschäftsführender Gesellschafter von Consulthies, der CinemaxX-Managementgesellschaft. „Die alten 35 Millimeter Filmrollen sind endlich Geschichte.“

Umrüstung bereits seit dem Jahr 2009

Bereits 2009 wurden in Essen die ersten zwei Säle mit neuen Projektoren ausgestattet und gleichzeitig 3D-fähig gemacht. „Immer häufiger wurden und werden mehr Filme nur noch digital produziert.“ Der logistische Aufwand im Hybridbetrieb war enorm. Einfach einen Saal zu tauschen, war nicht möglich. 2011 folgten die nächsten sechs Säle, 2012 noch einmal fünf und die letzten Digitalgeräte nun in diesem Jahr. „So eine Umrüstung ist mit enormen Kosten verbunden, das macht man nicht von heute auf morgen“, betont Thies.

Mit dem „Theatrical Management System“, kurz TMS, wird nun der komplette Ablauf gesteuert. „Alle Filme, Werbetrailer und Dateien lagern nun auf einem Server, von dem aus das Programm gesteuert werden kann“, erklärt Thies. Auch Filmkuriere haben es nun leichter. Anstelle der 30 Kilo schweren Filmrollen bringen sie jetzt Festplatten. „Mit der digitalen Projektion eröffnen sich uns zahlreiche Möglichkeiten, in denen wir wieder federführend sein werden.“ Ein großer Vorteil der neuen Technik ist, dass es keinen Filmabrieb mehr gibt. Die Qualität ist beim ersten Vorführen genauso gut wie beim 50. Mal. Opern, Fußball, Vorlesungen der Universität Duisburg-Essen und vieles mehr kann technisch „high-end“ übertragen werden. „Auch für Werbetreibende ist die neue, schnelle Technik sexy“, sagt Meinolf Thies. „Trailer sind viel einfacher und schneller herzustellen als vorher.“

Im Bereich der Projektoren erwartet er in den nächsten Jahren eine weitere Neuerung. „Zurzeit erzeugen Kolben aus einem Gasgemisch die nötige Helligkeit für die Vorführung“, erläutert er. „Bald werden diese vermutlich durch Laser ersetzt.“ Den Beruf des Filmvorführers gibt es in den beiden Multiplexkinos nun nicht mehr. „Das bringt der Fortschritt leider mit sich“, sagt Thies. „Wenige Experten für das TMS und die digitale Technik übernehmen landesweit ihre Arbeit.“ Im Essener CinemaxX wird zurzeit der 25 Millionste Besucher erwartet – ein gutes Zeichen dafür, dass Kino nach wie vor eine feste Institution ist. „Es gibt zwar immer mehr sogenannter Heimkinos“, gibt Meinolf Thies zu Bedenken, „aber das eigentliche Erlebnis ist nur im Kino zu erfahren und auch durch nichts zu toppen.

Quelle: WAZ



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