Renovierungsarbeiten in der Filmpassage sind fast beendet


Noch hantieren fleißige Helfer zwischen Teppichrollen, ausgebauten Kinosesseln und Sägemehl. Doch das Ende ist in Sicht – der Endspurt der Renovierung in der Filmpassage hat begonnen. In allen neun Sälen wird bereits digital projiziert, und drei neue 3-D-fähige Leinwände sind gerade in Betrieb genommen worden. Nun werden die letzten beiden Säle renoviert. Jetzt, am Montag, werden die alten Sessel aus Saal 9 entfernt, und um 10 Uhr geht dann der Verkauf der alten Sitze in die letzte Runde. Kostenpunkt: zehn Euro.

Künftig warten dort komfortable Ledersitze auf Besucher. „Filmpassage de luxe“ heißt das dann. Am Donnerstag sollen die Arbeiten beendet sein. „Wenn man erst einmal angefangen hat, ist man überrascht, wie schnell ein Saal fertig ist“, sagt Anja Thies lachend. Mit welchem Film der Edelsaal eingeweiht wird, steht noch nicht fest.

Nach der Renovierung wird die Filmpassage über etwas weniger Sitzplätze verfügen. So sind es zum Beispiel im größten Saal 7 nun nicht mehr 350, sondern 307. Grund dafür ist die neue Gestaltung der Säle: Kleine Tischchen unterbrechen nun die Stuhlreihen. Hier kann man dann Popcorn und Getränke sicher abstellen. Außerdem sorgen sie für Abstand zwischen den in Zweier- oder Dreiergruppen angeordneten Sesseln. Das schafft mehr Privatsphäre und generell eine gemütliche Atmosphäre. Neben Singleplätzen gibt es in zwei Sälen auch Partnersitze für Verliebte.

Nach den Sälen wird noch das Foyer erneuert. Gemütliche Sitzecken sollen dort zum Verweilen einladen und ein roter Teppich etwas vom Glamour Hollywoods in die Filmpassage bringen. Und die Filmpassage kann noch viel mehr.

Thies ist offen für die unterschiedlichsten Alternativnutzungen – vom Hochzeitstag bis zum Ärztekongress. Neben den Räumlichkeiten lässt sich auch die technische Ausstattung des Kinos vielseitig verwenden, zum Beispiel für Vorlesungen der Universität. So kennt es die Filmpassagen-Chefin aus Essen, wo sie ein Cinemaxx managt. Hier hat die vom Doppel-Abi-Jahrgang überlastete Uni das Kino als Hörsaal angemietet. Per digitaler Technik kann ein Dozent Studierende in mehreren Sälen gleichzeitig belehren.

Luxussaal, Lounge, roter Teppich – das klingt teuer. Doch Anja Thies verspricht: „Wir werden auch nach der Renovierung das preisgünstigste Kino in Osnabrück sein.“ Trotz der umfangreichen Arbeiten soll ein Kinoticket nicht mehr als 40 oder 50 Cent teuerer werden; die Vorführungen im Luxussaal sollen etwa um 1,50 Euro über den Normalpreisen liegen. Zum Ausgleich wird nicht mehr nur dienstags Kinotag sein, sondern auch am Montag und Mittwoch.

Sitzsack-Saal für Kino-Kinder und Horror-Teenies

Luxussaal, Lounge-Bereich, roter Teppich: Bei der Baustellenbegehung in der Filmpassage erzählt Kinobetreiberin Anja Thies feurig von neuen Konzepten. Nur vor Saal 8 verfällt sie in Flüsterton. Hier entsteht ihr streng geheimes Pionier-Projekt: ein Kino voller Sitzsäcke. Der Saal soll in Zukunft für Kindervorstellungen genutzt werden; für die Spätvorstellungen denkt Thies an Gruselprogramme für Teenies. Kooperationspartner ist die Firma Fat Boy, deren Sitzsäcke in der Filmpassage auch zu kaufen sein werden. In Deutschland, so Thies, hat sie einen vergleichbaren Saal noch nirgendwo gesehen. Die Idee hat sie von einem kasachischen Kollegen übernommen, dessen Gäste schon jetzt im Sack sitzen. Ihre These: Was in Kasachstan bequem ist, macht auch hierzulande Spaß. Und warum die Geheimhaltung bis zur letzten Minute? Thies: In Deutschland ist ein Projekt erst spruchreif, wenn es bauamtlich abgenommen ist.

Eingeweiht wird die „Filmpassage relaxed“ am Sonntag, 10. März, um 11.30 Uhr mit „Die fantastische Welt von Oz“ von Sam Raimi.


Quelle: NOZ
 



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